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Auch nach dem Krieg bleibt die Situation in der Demokratischen Republik Kongo unsicher. Noch immer gibt es regionale Konflikte um die Bodenschätze. Darunter leidet die Bevölkerung. Der kongolesische Kampagnengast, Pastor Jacques Bakulu, brachte die Stimmung auf den Punkt: «Es gibt inzwischen Leute, die sich die Kolonialzeit zurück wünschen.»
Denn vor 40 Jahren gab es mehr Schulen und Gesundheitszentren als heute. Der Lebensstandard entsprach demjenigen von Südafrika. Heute steht die DR Kongo auf Entwicklungsindex der Vereinten Nationen an 168. von 169 Stellen. Doch es gibt Hoffnung. Die Politik ändert sich, die Menschen sind kritischer geworden und organisieren sich. «Es ist endlich möglich den Politikern zu widersprechen. Vor allem die privaten Medien nehmen ihre Kontrollfunktion wahr», sagt Toss Mukwa, Koordinator des Landesprogramms Kongo. Die kriegerischen Auseinandersetzungen haben Spuren in jedem einzelnen Menschen hinterlassen: Nicht nur die Infrastruktur wurde zerstört, sondern Tausende von Frauen wurden vergewaltigt, Männer und Kinder ermordet. Viele Menschen sind traumatisiert und brauchen Unterstützung. Die Partnerorganisationen von Fastenopfer bilden deshalb Animatorinnen und Animatoren auch dazu aus, den traumatisierten Menschen zu helfen und sie in ihrem Alltag zu unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms liegt in der Verbesserung der Ernährungssicherheit. Durch den Krieg hat sich das Saatgut stark verschlechtert. Nun wird verbessertes Saatgut auf Feldern angebaut, welche von den Dorfgemeinschaften gemeinsam bestellt werden. Weitere Nahrungsquellen wie Fleisch, Fisch oder verschiedene Gemüsesorten werden eingeführt und sorgen für eine vielfältige Ernährung. Die Kleinviehzucht wird durch den Austausch von Jungtieren verbessert. Um auch finanziell unabhängig zu werden, gründen die Menschen Spargruppen. Diese bieten einen Rückhalt bei finanziellen Engpässen und bewahren die Familien vor der Verschuldung.
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