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Solidarität für alle
Noch immer wächst die Kluft zwischen Arm und Reich. Mehr als eine Milliarde Menschen leiden inzwischen unter Hunger und Unterernährung. 1.2 Milliarden Menschen müssen mit weniger als 1.50 Franken pro Tag auskommen. Die UNO-Mitgliedstaaten setzten in der Millenniums-Deklaration von 2000 acht Ziele fest, mit denen bis 2015 die Armut weltweit halbiert werden kann. Inzwischen wurden jedoch aufgrund der Finanzkrise viele Programme gekürzt oder gar gestrichen.
Seit bald fünfzig Jahren arbeitet Fastenopfer auf zwei Ebenen: Die Projekte bieten konkrete Unterstützung für die notleidende Bevölkerung in armen Ländern. Gleichzeitig setzt sich Fastenopfer für die Veränderung der ungerechten wirtschaftlichen und politischen Strukturen ein und fördert damit die Entwicklung der armen Länder.
Ein Beispiel: 2007 hatte Fastenopfer gemeinsam mit den andern Schweizer Hilfswerken mehr als 200 000 Unterschriften gesammelt für die Erhöhung der Schweizer Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit auf
0.7 Prozent des Bruttonationaleinkommens. Im National- und Ständerat sprachen sich in der Herbst- und Wintersession 2008 klare Mehrheiten für eine Erhöhung auf 0.5 Prozent aus. Und obwohl der Bundesrat im Mai 2009 wegen der erwarteten Finanzeinbussen auf diesen Zusatzkredit verzichten wollte, setzte sich die überparteiliche parlamentarische Gruppe Suisse-Solidarité internationale weiter für die Erhöhung ein. Ein kleiner Sieg – auch für die jahrzehntelange Informations- und Netzwerkarbeit von Fastenopfer.
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