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Die Tätigkeit von internationalen Unternehmen in den Ländern des Südens hat vielfältige Auswirkungen. Arbeitsstellen werden geschaffen, die Wirtschaft wächst. Doch häufig hat dies auch Schattenseiten: Der Staat enteignet Landbesitzer für Fabriken, die Arbeiterinnen müssen unbezahlt Überstunden leisten, die Fabriken verschmutzen das Trinkwasser. Menschen- und Arbeitsrechte werden mit den Füssen getreten. Fastenopfer setzt sich dafür ein, dass nicht nur die Unternehmen und die Shareholders von der wirtschaftlichen Entwicklung profitieren. Auch für die Menschen vor Ort soll sie ein besseres Leben ermöglichen. Dafür braucht es verbindliche Rahmenbedingungen. Symposium Unternehmen und MenschenrechteAm 18. Oktober 2010 organisierte Fastenopfer gemeinsam mit Brot für alle und Cotmec in Genf ein Symposium zum Thema "Unternehmen und Menschenrechte". Über 100 Interessierte nahmen daran teil. Sie diskutierten am Vormittag den Fall des Schweizer Unternehmens Addax Bioenergy. Dieses plant in Sierra Leone eine grosse Zuckerrohr-Plantage und eine Raffinerie zur Produktion von Agrotreibstoff für den europäischen Markt. Die Vertreter aus Sierra Leone forderten eine Revision der Pachtverträge von Addax Bioenergy. Am Nachmittag stellten Vertreter und Vertreterinnen der Hilfswerke konkrete Forderungen an die Schweiz. Es brauche verbindliche Regeln, damit Schweizer Unternehmer im Ausland die Menschenrechte respektieren. UNO Sonderbeaufragter für Unternehmen und MenschenrechteSeit 2005 ist John Ruggie UNO Sonderbeauftragter für Unternehmen und Menschenrechte. Er hat den Auftrag, zuhanden von Regierungen Empfehlungen zu erarbeiten, wie die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen ausgestaltet werden könnte. 2008 hat er einen ersten Bericht unter dem Titel "Protect, Respect, Remedy - a Framework for Business & Human Rights" veröffentlicht, Ende Mai 2011 seinen Schlussbericht. Fastenopfer hat sich, gemeinsam mit Organisationen aus dem CIDSE-Netzwerk, am Prozess zur Erarbeitung der Empfehlungen beteiligt, beispielsweise an den Konsultationen, welche Ruggie für die Zivilgesellschaft organisiert hat. Während des Mandats von Sonderbeauftragter Ruggie hat Fastenopfer folgende Stellungnahmen veröffentlicht:
Die Situation in der SchweizWas kann die Schweiz tun, damit Schweizer Unternehmen im Ausland die Menschenrechte respektieren? Dies wollte Fastenopfer gemeinsam mit anderen NGOs wissen. Sie haben eine Gruppe von Juristen und Juristinnen beauftragt, die rechtlichen Möglichkeiten abzuklären. Die Resultate wurden im Sommer 2010 publiziert. Lesen Sie mehr zur Studie "Unternehmen ud Menschenrechte" |
Hintergrund
LinksHumanrights.ch - Dossier Transnationale Unternehmen und Menschenrechte |





